Freitag, 29. April 2016

Ein Lebenszeichen


Hallo? Ist da draußen noch jemand?
Puh ... ganz schon lange ist es her, dass ich mich hier gemeldet habe. Dabei war der Wille da ... 

Die letzten Monate drehte sich hier alles wieder flitzeflink ... besonders in meinem Kopf. Und leider, leider kann man nicht nicht denken. Wie war das mit dem blauen Elefanten ...

Seit einer Weile bestehen meine Gedanken allerdings endlich mal wieder aus Dingen, die mit meinen Projekten zu tun haben. Was die ganze Sache nicht leichter macht, aber immerhin ... ich habe wieder Platz im Kopf fürs Geschichtenerzählen!

Daher nutze ich die zwei Tage Zuhause-Arbeit so gut es geht zum Schreiben (oder Vorbereiten etc.). Ich möchte unbedingt bald abgeben können ...
Das andere Herzensprojekt ist auch wieder auf der Suche nach einem Zuhause. Wahnsinn, dass die erste Version nun bereits 5 Jahre alt ist. Die zweite (angefangen während der kurzen Zusammenarbeit mit Tamara Steg) ist mittlerweile auch schon seit zwei Jahren (immer mal wieder) unterwegs. Jetzt also gerade mal wieder ... vielleicht klappt es nun mit einem neuen, richtig passenden Wohlfühl-Zuhause ... ich wünsche es den beiden Protagonisten so sehr (und mir natürlich auch ... denn daran hängt mein Herz wirklich unglaublich dolle)

In Sachen Außer-Haus-Arbeit gibt es ab Mai (ja, das ging jetzt richtig fix) jedenfalls schon einmal GROSSartige Neuigkeiten ... ich freu mich und bin richtig gespannt ...

Heute also ein kurzes, aber ganz zuversichtliches Lebenszeichen ... 
Bis hoffentlich bald :-)

Montag, 4. Januar 2016

Hallo 2016












Ik wenske djüm en freeliges Naidjooar, Sinhait, Glik en Seägen, en dat' et djüm altids wel gung mai!

Ich hoffe, ihr hattet alle schöne Weihnachten und seid gut ins neue Jahr gekommen? Wir waren wieder auf Helgoland, wo die Lütte in diesem Jahr das erste Mal Wünschen war. Der traditionelle Helgoländer-Wünscher-Spruch fiel ihr natürlich noch ziemlich schwer ... zum Mitsprechen reichte es aber völlig aus :-)

Heute lasse ich euch einfach die Neujahrs-Grüße da und melde mich bald wieder ... Ich freu mich drauf! Ihr auch?

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Tschüss 2015



Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? ... ZACK! Schon wieder ist ein Jahr so gut wie rum. Hatte ich nicht letztes Jahr geschrieben, dass 2015 ein bisschen weniger werden wird? Also weniger Stress, Termine etc? Hmpf. Das hat so was von gar nicht geklappt. Ich glaube, dass 2015 noch extremer war.

Es war für mich auch ein Jahr der schlechten und traurigen Nachrichten: Die komplette Redaktion von Warum! wurde ausgetauscht, wodurch sich der allerbeste Brotjob also erledigt hatte. Krankheiten in der Familie, über die bis zum Sommer einfach nicht gesprochen wurde. Plötzlich sind sie da. Der Tod von Nils und natürlich auch der Unfall-Tod von Matteo. So traurig und ohne Worte, dass mir beim Schreiben ganz übel wird.

Der Streit, die Sorgen und die Termine in unserer eigenen kleinen Familie wirken dagegen lächerlich. Trotzdem haben sie uns in diesem Jahr stark belastet. 

Das, was in der Welt da draußen passierte und noch lange nicht vorbei ist ... manchmal musste bzw. muss ich das alles ausblenden, um nicht vor Sorge zu zerplatzen. So oft möchte ich am liebsten in die Apfelbaum-im-Garten-Welt eines schönen Kinderbuchs eintauchen. Einfach verschwinden.

Doch so läuft Leben nicht. Und wenn man immer nur auf die schlechten Dinge achtet, wird man noch wahnsinnig. Man findet ja schließlich immer etwas, wenn man nur lang genug sucht.

Was war also schön in diesem Jahr? 

Die Lütte hat ihre Angst überwunden und kurz vor ihrem vierten Geburtstag Radfahren gelernt. Wie glücklich und stolz sie war. Mama, ich kann fahren! Und noch ne Runde, und noch eine ...

Aus unserem Froschlaich wurden tatsächlich richtig kleine Frösche, die wild durch den Garten hüpften ... 

Der Mann hat für die Lütte eine Schaukel im Garten angebracht. Total simple. An einer Stange zwischen Laube und Kirschbaum. GROSSartig!

Im Sommer war die Lütte ein paar Tage allein bei Oma und Opa auf Helgoland. Als der Mann und ich dann nachkamen, lief sie uns flitzeflink in die Arme, hielt uns abwechselnd ganz fest. Dabei sagte sie immer wieder: Ich hab dich sososo doll vermisst. (die freien Abende haben mein Mann und ich übrigens mit der Fertigstellung meines Karton-Theaters verbracht ... Hat das eigentlich jemand angesehen? Das würde ich auch nicht wieder machen. Also die einzigen freien Abende so verbringen ... ein Karton-Theater auf jeden Fall!) ... 

Oder die Lütte, wie sie meine Hand nimmt und streichelt und macht doch nichts, Mama sagt, wenn ich doch wieder versuche, einen Kuchen zu backen, es mir nicht gelingt und ich fast heulen muss.

Wenn wir zu dritt Gruselverstecken spielen und ich von allen am meisten Angst habe. Ganz echte Angst. Und dann doch vor Lachen (nicht vor Sorge!) fast platze, als ich den Mann zwischen Schreibtisch und Bett finde.

Die Samstage. Wenn wir morgens gemeinsam auf den Wochenmarkt gehen. Mittlerweile kennen die Verkäufer uns und wissen (da bin ich mir sicher) schon genau, dass wir wieder sechs Äpfel, Weintrauben, Eier ... kaufen. Wie jede Woche halt. Ich mag das. Dieses Dörfliche. Das hatte ich mir gewünscht. Und trotzdem war das Heimweh, die Sehnsucht nach Meer, Strand, Wind, Möwen, Sternen ... in diesem Jahr wieder so weit wie der Himmel. Ich hatte, glaube ich, den größten Großstadtkoller der letzten 13 Jahre.

In den zwei Ferien-Wochen werde ich mir Gedanken machen (müssen), was ich will. Und wie. Und auch wo. Was die Arbeit und das Blog betrifft, über uns als kleine Familie, über unseren Wohnort. Die Dinge, auf die ich Einfluss habe, werde ich mehr gestalten. Und ansonsten lasse ich mich überraschen, was 2016 uns bringen wird.

Jetzt freue ich mich erst einmal auf Weihnachten. Auf Helgoland. Auf den Geruch von Tannenzweigen, gebratenen Seezungen und Tee mit Rum. Auf Abende mit meinen Eltern vor dem TV - mit ihnen zusammen gucken der Mann und ich echt gern ihre Krimsches oder den ZDF-Sonntagsfilm. Ja ... auch der Mann. Haben wir auch hier mal versucht - ist allerdings einfach nicht das Gleiche ... Ich freue mich auf richtige Dunkelheit, die den Blick auf unzählige (!) Sterne zulässt. Und ich freue mich auf Zeit.

Euch wünsche ich eine ebenso schöne und friedliche (Weihnachts-)Zeit ... Kommt gut ins neue Jahr!
Bis dahin, Eure Dorthe

Freitag, 4. Dezember 2015

Neulich, nachts um zwei, in Hamburg

"Maaamaa! ... Maaamaa! ..."

Kurz Stille. Ok, hat sich wieder erledigt.

"Maaaaaamaaa! Maaaamaaa! Maaaaaaamaaaa!!!"

Erst mal wach werden. Auf die Bettkante setzen. Warten. Nicht gleich aufstehen - einen Kreislauf-Anfall, wie letzte Nacht, brauche ich nicht noch einmal. 

"Mamaaaa!!!!" Sehr krächzend.

Aufstehen. Gut. Klappt. Dann mal langsam los. Ins Kinderzimmer. "Hmm, was denn?" Ich bin so unglaublich müde.

"Kann ich jetzt das erste Türchen aufmachen?"

...

Obwohl die Lütte bereits das vierte Jahr einen Adventskalender besitzt (mit eineinhalb gab es den ersten ... damals noch von der Tante gebastelt ...), war die Aufregung in diesem Jahr besonders dolle. Und dabei gibt es seit zwei Jahren nur den superbilligen einfachen für knapp 70 Cent.

Meine Schwester und ich hatten nie einen selbst gemachten Adventskalender. Manchmal war ich etwas neidisch, wenn meine Freundin so tolle Sachen wie eine 12er-Fahrstuhlkarte in ihrem Säckchen hatte. Aber ich liebte dieses kleine Stück Schoki. Und das hat sich bis heute nicht geändert. 

Mein Mann und ich (also damals noch mein Freund und ich) hatten "immer" einen gemeinsamen Kalender. Jeder musste durfte 12 Geschenke für den anderen besorgen. Als die Lütte geboren wurde, fand ich die Idee mit dem Familien-Kalender total super. Sie nicht. Nachdem sie mit eineinhalb einen ganz allein für sich hatte (von der Tante), wollte sie mit zweieinhalb niemals mit uns teilen. Dass erst einmal Mama und Papa ein Geschenk öffnen dürfen, bevor sie wieder an der Reihe ist, ging gar nicht.

Also, drauf gepupst ... im letzten Jahr haben wir uns dann für den einfachen entschieden. Kurze Bedenken kamen auf, als überall stand: Diese Kalender enthalten so und so viel Giftstoffe. Soll ich nun? Oder nicht? Ach, Quatsch. Soll ich. Nein, will ich! Schließlich habe ich diese Schokolade auch ungefähr 15 Jahre lang an jedem Dezembermorgen bis Weihnachten verdrückt. 

Für die Lütte gibt es eh nichts (oder wenig) Schöneres als Naschies direkt nach dem Aufstehen. Und ich finde, diese kleinen Schoko-Stückchen schmecken ganz besonders. Nach Kindheit. Nach Weihnachten. Nach Vorfreude.

Vielleicht wegen der ganzen Giftstoffe ...

Freitag, 27. November 2015

Poetische Nordseeliebe



Bis vor Kurzem fand ich den Gedanken daran, dass die Lütte (in 6 Jahren ungefähr) vielleicht nicht aufs Gymnasium, sondern auf eine Stadtteilschule gehen kann/darf/muss ziemlich ... doof. Diese Meinung hatte sich durch ganz unterschiedliche Gespräche gerade geändert, als ich Herz Slam entdeckte. In dem (Jugend-)Buch von Jaromir Konecny haben Lea und (vor allem) ihre beste Freundin Sofie (zwei Mädels vom Gymnasium) große Vorurteile gegenüber Hauptschülern. Das soll sich während eines gemeinsamen Poetry-Slam-Workshops ändern ...

Klingt super! Will ich lesen!
Schließlich geht es in dem Buch "auch" ums Schreiben. Und Auftreten. 

So richtig dolle haben mich die Figuren und ihre persönlichen Geschichten nicht mitgenommen. Trotzdem hat es großen Spaß gemacht, die Workshop-Woche mit ihnen zu erleben. Besonders über Bruce, einen der Hauptschüler, musste ich laut lachen ... während ich auf einer Bank in der Turnhalle auf die Lütte gewartet hatte ...

Wenn mir eine Stelle in einem Buch extra gut gefällt -aus welchem Grund auch immer- oder ich sie mir einfach nur merken möchte, weil sie wichtige Tipps enthält, streiche ich sie mir an und falte ein Eselsohr in die Seite. Eine Schulfreundin erzählte mir einmal, dass ihre Schwester Bücher immer schön vorsichtig in Händen hält. Damit bloß nichts zerknickt. Kann ich gut verstehen, denn in einem Buch steckt so unglaublich viel Liebe und Arbeit. Das möchte man schützen. Allerdings finde ich, dass man einem Buch ruhig ansehen darf, wie sehr es gemocht wurde oder wird. Also bei Romanen. Bei Bilderbüchern würde ich das nun auch nicht unbedingt machen. Es geht ja um die Text-Stellen, die ich mir gerne anstreiche.

Herz Slam hat nun einige davon. Die Workshop-Teilnehmer bekommen nämlich tolle Tipps zu ihren Texten und ihren Auftritten ... die werden mir bestimmt auch helfen.

Während ich also im Poetry-Slam-Fieber war, hörte ich im Radio von Mona und ihrem Nordsee-Text, den sie in Bayern vortrug ... da wurde ich direkt neugierig und suchte nach einem Video dazu. Und was soll ich sagen ... ich liebe, liebe, liebe diesen Text, dieses Video. Liebe Mona: Ja, ja, ja ... genauso ist es! Besonders der letzte Satz berührt mich sehr.

Wollt ihr auch? Bitte schön!
Viel Spaß und ein schönes Wochenende für euch ...


Freitag, 30. Oktober 2015

Jeden Monat ein Buch



Am liebsten lese ich Kinder- und Jugendbücher bzw "Young Adult". Davon hatte ich in diesem Post schon einmal erzählt. Durch mein Abo der Eselsohr-Zeitschrift entdecke ich jeden Monat neuen Lesestoff. Oder manchmal wird in einem Blog ein Buch vorgestellt, dass mich direkt anspricht. 

Mittlerweile reiße ich mir die wichtigen Seiten aus der Zeitschrift heraus (auch aus den 20 Exemplaren der letzten Jahre ...) und sammle sie in einem Ordner. Ganz altmodisch. Aber voll hübsch, finde ich. (Von den Blogs mache ich mir dann aber doch einen Screenshot ;-))

Oft ist es so, dass ich mit dem Kauf der Bücher so lange warte (wäre ja was für die Lütte, aber erst später ...), dass es das jeweilige Buch schon nicht mehr zu kaufen gibt. Oder ich es einfach vergesse. Wofür hatte ich nochmal den Ordner? Ach ja, zum Nachgucken ;-)

Auch ist es doof, der Lütten zum Geburtstag oder zu Weihnachten fünf Bücher gleichzeitig zu schenken bzw vom Weihnachtsmann bringen zu lassen. Daher habe ich entschieden, jeden Monat einen Buchwunsch zu erfüllen.

Die Lütte freut sich darüber allerdings nicht immer so wie ich. Aber ganz ehrlich: Es sind meine Wünsche. Sie sitzt nicht da und sagt: "Mama, darf ich bitte dieses Buch vom Weihnachtsmann haben?" Also kaufe ich die Bücher eigentlich für mich. Und warte darauf, dass sie irgendwann doch mal eine andere Geschichte entdecken möchte. Eine von den neuen. 

All diese Bücher sollten auch einen hübschen Platz bekommen. Natürlich hat die Lütte in ihrem Zimmer ein Bücherregal. Das ist mit der Zeit richtig voll und bunt geworden. Besonders viel Platz ist dort nicht mehr. Daher fand ich es eine gute Idee, die Bücher, die sie gerade eh (noch) nicht interessieren, in meinem (oder unserem) Regal unterzubringen.

Dazu musste es DRINGEND aufgeräumt und entmüllt werden. Bis vor Kurzem stand es nämlich auf unserer Flurkommode (siehe Bild unten). Am Ende war es alles Mögliche - nur kein Bücherregal mehr. Vergrößert werden sollte das Regal auch. Somit ist es (aufgeräumt, entmüllt und mit zusätzlichen "Elementen") ins Wohnzimmer gewandert (siehe Bild oben). Dort gefällt es mir richtig gut. Nur die Kommode darunter müsste noch weiß lackiert werden.



Auch wenn mein Mann meinte: "Wer hat denn heute noch ein Bücherregal?" werde ich wohl noch mit weiteren Kisten aufstocken - schließlich beginnt am Sonntag ein neuer Monat ... und bald ist Weihnachten ... und neuerdings kauft mein Mann sich auch Bücher ... ob die dann auch in das altmodische Bücherregal einziehen dürfen? Hmm, das überlege ich mir noch einmal ;-) 

PS: Wer gerade kein Buch zur Hand hat, der möchte sich vielleicht durch meine Vorlesegeschichten hier im Blog lesen oder ein Theaterstück ansehen? Viel Spaß beim Entdecken!



Freitag, 23. Oktober 2015

Feuerquallen und Algenschleim



Am letzten Samstag war es endlich so weit: Ich habe bei Leo Luna meine Hexen-Geschichte vorgelesen, mich wieder als Geräuschemacher versucht und - mit den Kindern gehext. Während des Schreibens habe ich oft gedacht, dass ich alles absage. Ich kam nicht so gut voran wie erhofft, fand alles irgendwie unstimmig ... doch dann wuchs die Geschichte und fühlte sich gut an. Ich hatte richtig Lust aufs Vorlesen. Bis ich drei Tage vor der Lesung mit Fieber und Halsschmerzen und Schnupfen auf dem Sofa lag. Ich habe schon die Schlagzeile im Elbe Wochenblatt gesehen: Hexe infiziert Dutzende Kinder mit schlimmen Virus. 

So kam es dann aber doch nicht - zum Glück. Trotzdem war ich unvorstellbar aufgeregt. Ich zeige euch einfach mal ein paar Bilder, die wieder Fred vom Fotostudio Eimsbüttel gemacht hat.



Nachdem wir alle zusammen den Hexspruch geübt und ausgeführt haben, gab es kleine Spinnen und Donnerkeile zum Mitnehmen. Die Donnerkeile spielen nämlich -neben den Feuerquallen und dem Algenschleim- eine sehr große Rolle. Eigentlich die Hauptrolle.





Und für alle, die nicht dabei sein konnten oder die Geschichte einfach noch einmal (vor)lesen möchten, geht es hier zu Felicitas und die Donnerkeile. Dort findet ihr auch die anderen Vorlesegeschichten - vielleicht zur Einstimmung aufs baldige Gruseln?

Herzlichen Dank an Rebekka und Fred und an alle Gruselwesen!
Bis zum nächsten mal? Ich wäre dafür ...